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Mai 2022
Relegation – Zweite kehrt nach einer Saison zurück in die Kreisklasse

FG Markbreit-Martinsheim II – SC Mainsondheim 2:1

Als Belohnung für eine herausragende Saison durfte sich unsere Zweite in der Aufstiegsrelegation mit dem SC Mainsondheim duellieren.
Austragungsort war an einem schönen Sommerabend der Siedlerplatz in Kitzingen, der zusammen mit 580 Zuschauern eine würdige Atmosphäre für das Entscheidungsspiel um den letzten Platz in der Kreisklasse stellte.
Da wir in der FGM schon einige Relegationserfahrung sammeln durften, wussten wir, dass man trotz des speziellen Charakters des Spiels nicht von den eignen Abläufen und Spielsystemen abweichen sollte. So war lediglich der Füllgrad der Kabine bei einem 21 Mann Kader höher als sonst, das 4-2-3-1 System und auch das hohe Anlaufen war wie auch in
der A-Klasse die Vorgabe von Coach Hupp.

Wir starten trotz des speziellen Charakters gut in die Partie. Mainsondheim tat uns allerdings den Gefallen äußerst passiv zu agieren, sodass wir über Passstafetten in den eigenen Reihen die Anfangsnervosität schnell ablegen konnten. So standen die Schwarz-Gelben sehr tief, jedoch konnten wir immer wieder Daniel Endres als Wandspieler nutzen und dann über die Flügel Druck nach vorne aufbauen.

Die erste Großchance resultierte dann allerdings aus einem Mainsondheimer Abspielfehler, den Daniel Endres leider nur für eine Prüfung des Torgestänges statt des Tornetzes nutzen konnte. Auch im Anschluss erspielten wir uns ein großes Chancenplus nach Standards und aus Umschaltsituationen. So brachte Milan Ramsteiner einige ruhende Bälle scharf vors Tor bzw. tauchte Daniel Mertins nach schönem Beinschuss allein vor dem Schlussmann auf, scheiterte dabei jedoch am starken Mainsondheimer Schlussmann.

In der 16. Minute konnten wir dann endlich Zählbares aus dem spielerischen Übergewicht schlagen, als nach
einem Flankenlauf von Daniel Mertins unser mitaufgerückter Coach zwischen im Strafraum eiskalt einschob. Der Führungstreffer verhalf uns dann nochmal ein bisschen mehr Ruhe und Struktur im Offensivspiel zu haben, wobei auch unser Defensivverbund äußerst stabil stand und sowohl die langen Bälle als auch die Steckpässe souverän
wegverteidigen konnte.

Negativer Höhepunkt der ersten Halbzeit war dann sicherlich die schwere Verletzung unseres Daniel Endi Endres in der 40. Spielminute, der sich nach einem Anspiel mit hörbaren Schmerzen zu Boden sank und nach der folgenden Auswechslung leider auch mit dem Krankenwagen das Sportgelände verlassen musste.

Auch an dieser Stelle nochmal alles Gute für den Heilungsverlauf und ein sportliches Wiedersehen ganz nach
dem Motto #ComeBackStronger!


Nach der Pause starteten die Mainsondheimer etwas aggressiver und liefen uns mit einem Mann mehr an, allerdings behielten wir nach wie vor klar die Überhand. Auch wegen des Fehlens unsere Wandspielers aus
der ersten Halbzeit war unser Offensivspiel bei weiten nicht so dominant wie noch in der ersten Hälfte. Auch defensiv gerieten wir stärker in Bedrängnis, jedoch verteidigte unsere letzte Reihe in Person von Nagler, Wagner, Nagler und Kolbert so gut, dass sie wohl am nächsten Tag noch die Mainsondheimer Angreifer in ihren Taschen
fanden.

Je länger das Spiel dann aber dauerte, desto größer wurde bei allen (Blau-) Grün-Weißen der Gedanke „es ist nur ein Tor“. Doch in der 73.Spielminute traf dann Sideline-Coach Toni Spörer die Entscheidung die bevorstehende Verschnaufspause von Christian Moser noch um eine Aktion herauszuzögern, um ihm noch eine Freistoßchance aus 25+ Metern zu ermöglichen. Diese Entscheidung war goldrichtig, da Mosi mit einem strammen Versuch den Torwart im langen Eck verwischte und so den wichtigen zweiten Treffer erzielen konnte. In der Schlussphase warf dann der schwarz-gelbe SCM nochmal alles nach vorne, was uns jedoch ehr den grün-weißen Hemden zu mehr Hochkarätern verhalf. Allerdings verpassten wir es auch mit Unterstützung unserer Edelreservisten Sussner und Zink den Deckel auf die Partie zu bringen und den dritten Treffer nachzulegen. Und dann passiert was passieren muss, nach einem
Abstimmungsfehler stand es 5 min vor Ende nur noch 2:1. Den Spannungsbogen hätte es definitiv nicht gebraucht, allerdings war dann die Erlösung nach dem Schlusspfiff umso größer.


Da wir sehr selbstbewusst in die Begegnung gegangen sind, hat es sich unsere Susi nicht nehmen lassen, die versprochenen 50l Bier der Sickershäuser (Aufmerksamkeit für Sieg der Ersten in Estenfeld) für das Relegationsspiel zu ordern. Somit war die Grundlage für die Feierei auf Platz und Kabine gelegt. Als die Siedler uns rausschmeißen
wollten, folgten wir dem Ruf unserer Eule in Martinsheimer Sportheim.


Vielen Dank für die Organisation und die Bewirtung an einem Montagabend.
Dort gab es dann kein Halten mehr und sowohl der Zapfhahn als auch die nimmermüde Eule gaben alles, um unseren Siegesdurst zu stillen. Genauso hatten wir uns alle am Montagmorgen den Abend gewünscht.
Abschließend ein Riesenkompliment an unsere „Zweite“, die nach einem Abstieg sich gut gefangen hat, den Kampf angenommen hat und als Einheit den direkten Wiederaufstieg geschafft hat. Ich hoffe, dass wir nächste Saison so auch in der Kreisklasse auftreten und auf dort eine gute Rolle spielen können.

-AN-


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