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Dez 1979
Die SCM Story: In den 70er Jahren (1970-1979)

1970 ergab die Neuwahl bei den bisherigen beiden Vorsitzenden keine Änderung. Sportleiter wurde Ambros Knaus, der dieses schwierige Amt dann bis zu seinem Tod 1976 ausführte. Er erfüllte seine Aufgabe mit Selbstverständlichkeit, Gründlichkeit und Idealismus, wir haben viel an ihm
verloren. Die Höhepunkte des Jahres 1971 waren die B-KlassenMeisterschaft in der Saison 1970/1971 mit 52:8 Punkten und 114:33 Toren und der damit verbundene Aufstieg in die A-Klasse, die Rückrunde wurde ohne Punktverlust abgeschlossen, Torschützenkönig wurde Helmut Eckstein.

SCM Meistermannschaft 1970/71
hinten v.l.n.r.:
Sportleiter Ambros Knaus, 1. Vorsitzender Willi Busch, Günther Knöchel, Wolfgang Heckel,
Helmut Eckstein, Rainer Hörlin, Franz Wanner, Gerhard Weigand, Betreuer Wolfgang Damm,
Trainer Heinz Wanderer
unten:
Manfred Kriener, Gerhard Roth, Georg Stahl, Hans Rögele, Dieter Engel
es fehlen:
Hubert Rüttinger, Peter Soldner, Friedel Hauff, Reiner Schüßler, Manfred Scharrer, Günther
Snoppek, Wolfgang Kuhn

Die Höhepunkte des Jahres 1971 waren das Erringen der B-Klassen-Meisterschaft in der Saison 1970/1971 mit 52:8 Punkten und 114:33 Toren und somit der Aufstieg in die A-Klasse und das 60-jährige  Vereinsjubiläum mit einem Festkommers in der Rathausdiele, einem Jugend-und einem Pokalturnier mit dem Einlagespiel der 1. Mannschaft gegen Eibelstadt.

Auch das von AH-Betreuer Willi Weiß zu Gunsten der „Aktion Sorgenkind“ vorbildlich organisierte AH-Turnier mit Einlagespiel der AH des SCM gegen eine Prominentenelf, der unter anderem AB Rudolf Schardt und Landrat Dr. Rolf Bauer angehörten, dazu. Die Meisterschaft, von den Spielern Gerhard Roth, Hubert Rüttinger, Franz Wanner, Wolfgang Heckel, Gerhard Weigand, Rainer Hörlin, Hans Rögele, Heinz Wanderer, Peter Soldner, Günther Knöchel, Helmut Eckstein, Manfred Kriener, Georg Stahl, Karl Hils, Friedel Hauff, Walter Markert, Reiner Schüßler, Manfred Scharrer, Roland Hauenstein Günter Snoppek, Wolfgang Kuhn, Dieter Engel und Erhard Zink errungen, wurde mit einer Meisterschaftsfeier im Vereinslokal Babel und einem Jubiläumstanz im Schützenhaussaal gebührend gewürdigt.

In den Jahren 1971/1972 und 1973 unternahmen die Schüler- und Jugendmannschaften unter der bewährten Leitung des damaligen Jugendleiters Wolfgang Damm Fahrten nach Prag, Berlin und Tirol/Österreich. Durch das große Entgegenkommen der Familie des Clubwirtes Babel und mit finanzieller Unterstützung der Klosterbrauerei Ochsenfurt konnten Dusch- und Umkleideräume geschaffen werden.

Im Auftrag von Franz Hehn wurde in der Generalversammlung 1972 eine Damen-Fußballabteilung gegründet, der sich das Ehepaar Hehn und der erste Trainer Wolfgang Heißwolf annahmen. Begegnungen der Herrenmannschaften anlässlich eines 2-Tagesausfluges  nach Mitterteich im Juni und der Damenmannschaft gegen die norddeutsche  Meister-Damenelf aus Minden im Oktober ergänzten das Fußballprogramm 1972, das unter dem neu verpflichteten Spielertrainer Heinz Wanderer im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur A-Klasse mit einem 5. Tabellenplatz abschloss.

Schon die nächste Saison 1972/1973 brachte auf einem total neugestalteten und mit Flutlichtanlage versehenen Platz die Meisterschaft der A-Klasse (36:16 Punkte, 89:44 Tore) und somit den Aufstieg in die Bezirksliga „Ost“. Der Meistermannschaft gehörten neben dem Spielerkader des B-Klassenmeisters von 1970/1971 die Spieler Hugo Friedrich, Reinhard Hartlich, Willi Krauss, Klaus und Ernst Wanner, Uwe Hanselmann, Rembert Geitz, Helmut Beuther und Stefan Wultur an.

Am Tag der Jahreshauptversammlung 1973 wurde Sportkamerad Kaspar Zilk, der seit 1935 für den SCM als Schiedsrichter tätig war, bei seinem letzten Auftritt, der Leitung eines AH-Spiels, verabschiedet.

Jubelnd wurde die Mannschaft schon in der Buheleite empfangen.
V.l.n.r.: Peter Soldner, Helmut Eckstein, Manfred Scharrer

Am 26. Februar 1974, Faschingsdienstag, zogen einige närrische AH-Mitglieder mit einem Handwagen, beladen mit einem Fässchen Bier, vom Vereinslokal Babel durch die Schuster- und Bachgasse zurück zur Vereinsgaststätte, wo der Gerstensaft genüsslich durch die durstigen Kehlen floss. Die Akteure konnten damals nicht ahnen, dass dies die Geburtsstunde des SCM-Gaudiwurms war, der sich alljährlich mit einem Motivwagen der AH durch das Städtchen schlängelt.

1974 wurde auch die Idee des „AH-Knochen“ geboren, einem pokalähnlichen Gebilde, bestehend aus einem mit Namensschildern versehbarem Unterbau und einer Rinderschaufel darüber. Diese AH-Maskotte befindet sich jeweils im Besitz jenes AH-Mitgliedes, das zuletzt Vater geworden ist und ist bei 20 DM Strafe bei Nichtbefolgung zu jeder AH-Sitzung mitzubringen.

Unter dem Spielertrainer Heinz Wanderer belegte der SCM am Ende der Saison 1973/1974 bzw. 1974/1975 den Tabellenplatz 5 bzw. 7 in der Bezirksliga „Ost“. Die Neuwahlen 1975 bestätigten Willi Busch als Ersten Vorsitzenden, Heinrich Schilling wurde zum Zweiten Vorsitzenden gewählt.

In der Saison 1975/1976 war Spielertrainer Klaus Wirsing für den SCM tätig. 1975 unternahm die Jugend an Ostern eine 4-Tagesreise nach Wien und die AH-Abteilung einen Pfingstausflug zum Campingplatz Lackenhäuser im Bayerischen Wald. Mitte März 1975 zerschlugen sich endgültig die Fusionsverhandlungen, die der Sportreferent Willi Weiß schon 1973 zwecks Zusammenlegung des MHC, des TV und des SCM angeregt hatte und denen der SCM immer positiv gegenüberstand. Die A-Jugend stieg in der Saison 1975/1976 in die Kreisliga auf. Bei den Neuwahlen am 10. Juli 1976 blieb Willi Busch Erster Vorsitzender, Willi Weiß wurde zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Höhepunkt dieses Jahres war das 65-jährige Vereinsjubiläum mit einem Festkommers in der Rathausdiele und einem Festball im Saalbau Ruth in Obernbreit.

Nachdem der SCM in der Saison 1976/1977 trotz Einspruchs in die Bezirksliga „West“ umgruppiert worden war, trennte sich der SCM bereits im Oktober 1976 vom erneut verpflichteten Spielertrainer Heinz Wanderer, den bis zur Verpflichtung von Klaus Gringel vorübergehend Bernd Brühl ersetzte.

In der Faschingssaison 1977 trat auf dem von Leo Möhler organisierten Kappenabend im Saal der Marienkirche ein Männerballett auf, das auch bei seinem Auftritt beim Faschingsumzug während der Halbzeitpause des Fußballspiels „Dick gegen Doof“ auf dem alten Sportplatz an der Obernbreiter Straße die Zuschauer begeisterte. 

Leider musste man am Ende der Saison 1976/1978 nach 4-jähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga in die A-Klasse absteigen. Die D-Jugend wurde wie schon im Vorjahr unter Erhard Dahlfeld und Franz Wanner Meister ihrer Gruppe und verbrachte vom 01.-07. August 1977 ein Zeltlager in Christelried bei Castell.

Im November 1977 starteten 2 Busse zu einem Vereinsausflug in die Pfalz. Vom 29. April – 04. Mai 1978 feierte der SCM unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters Karl Schubert und in Verbindung mit dem vom damaligen Vergnügungswart Leo Möhler organisierten 1. Marktbreiter Rettichfest, die Einweihung des neuen  Sportplatzes an der Marktstefter Straße. Der alte Platz an der Obernbreiter Straße wurde ebenfalls etwas hergerichtet, zumal er neben dem SCM auch den Schulen zur Verfügung stand.

In der Generalversammlung  am 28. Juli 1978 trat Willi Busch nach 16 erfolgreichen Jahren als Erster Vorsitzender aus beruflichen Gründen zurück und wurde in der Weihnachtsfeier desselben Jahres, neben den zu Ehrenmitgliedern ernannten August Hils und Richard Krauß, Ehrenvorsitzender des SCM. Willi Busch war von 1948-1952 aktiver Spieler, von 1952-1962 Ausschussmitglied und von 1962-1978 Erster Vorsitzender des SCM. Gerhard Weigand als Erster Vorsitzender, Hans Müller als Zweiter Vorsitzender, Günther Schulze als Kassier und Ottmar Kuball als Schriftführer lenkten nach der Ära Busch nun die Geschicke des Vereins.

Die von Ottmar Kuball und Jan Hofmann neu herausgegebenen „Stadionzeitung“ in der stattlichen Auflage von 200 Exemplaren erfreute sich bei den Zuschauern großer Resonanz-Trainer Günther Knöchel hielt vor dem ersten Saisonspiel ein Trainingscamp in Christelried ab, um die Mannschaft kameradschaftlich zu festigen. Anfang November 1978 starb der Ehrenvorsitzende Heinrich Hils.

Nach dem 6. Tabellenplatz in der A-Klasse am Ende der Saison 1977/1978 geriet die 1. Mannschaft des SCM in der Saison 1978/1979 in Abstiegsnöte, aus denen sie Trainer Heiner Stahl aus Würzburg, vorher bei SV Heidingsfeld, nach  dem Rücktritt von Günther Knöchel, befreite. Nach der Hochwasserwarnung am Silvesternachmittag 1978 gelang es den Helfern, die quer zur Flussrichtung stehenden Werbetafeln gerade noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Im Sommer dieses Jahres organisierten Gerhard Mark und Wolfgang Damm eine einwöchige Reise der AH mit Privat-PKW`s nach Wien.

Beim 1979 erstmals im Vereinslokal Babel durchgeführten Preisschafkopf , der von Jan Hofmann und Rembert Geitz organisiert wurde, gewann Eugen Weinmann als 1. Preis ein Spanferkel. As mit einer Sportwoche verbundene 2. Marktbreiter „Rettichfest“ fand regen Zuspruch. Nach dem Ausscheiden von Hubert Rüttinger als Vergnügungswart erklärte sich Jan Hofmann bereit, dieses Amt zu übernehmen. Nachdem auch Platzwart Ludwig Bernhard das Handtuch warf, stellten sich im Juni 1979 Willi Dollinger für die Pflege des neuen und die Herren Hehn und Hausner bzw. nach kurzer Zeit Hut für den alten Platz an der Obernbreiter Straße zur Verfügung. Neuer Jugendtrainer wurde Günther Knöchel, der Georg Stahl ablöste. Der damalige Jugendleiter Reinhold Werbik organisierte in den Sommerferien 1979 ein Zeltlager am Kreuzberg in der Rhön, das für die Jugendlichen zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Auf einer Paris-Fahrt im selben Jahr hatte die 1. und 2. Mannschaft mit Anhang mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach einigen Querelen nahm Trainer Herbert Habermann, der Heiner Stahl Ende der Vorrunde der Saison 1979/1980 abgelöste hatte, schon nach wenigen Wochen seinen Hut und wurde von Rembert Geitz, unterstützt von Bernd Brühl, bis zum Rundenende unentgeltlich und erfolgreich ersetzt. Der Herbstpreisschafkopf fand Anfang November im Vereinslokal Babel statt.

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