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Mrz 1911
Die SCM Story: Von der Gründung bis zum 1. Weltkrieg (1911-1914)

Nach dem Gründungsprotokoll wurde der SCM am 13. März des Jahres 1911 ins Leben gerufen. Die Gründungsversammlung wählte Robert Barth zum Ersten Vorsitzenden. Wenige Tage später erhielt der junge Verein von
der Stadt Marktbreit an der Obernbreiter Straße gegenüber dem ehemaligen Krankenhaus und auf dem heutigen Gelände der Firma GOK ein Stück Wiese als seinen Sportplatz. Schon im ersten Gründungsjahr konnten zwei Fußballmannschaften aufgestellt werden. Hier die Namen einiger der ersten Kämpfer: Fleischmann, Weinberg, Ramsfelder, Pfeiffer, Dorsch, Straub,
Hartwig, Stein, Goldbach, Schnerr, Berliner, Schulz, Klein, Mandel, Gunz.

Es gab damals noch keine Trikots, eine Binde um den Arm kennzeichnete die Mannschaftszugehörigkeit. Laut Protokoll vom 19. August 1911 musste mit Mütze gespielt werden. Rauchen, Alkoholgenuss und Unterhaltung der
Spieler mit dem Publikum waren bei bis zu einer Reichsmark (RM) Strafe verboten. Zu den Auswärtsspielen musste jeder mit dem eigenen Rad fahren.

Der SCM wurde noch im Gründungsjahr ins Vereinsregister eingetragen. Außer Fußball wurden auch Turnen und Leichtathletik betrieben. Im Fußball brachte das Lokalderby gegen „Armiata Kitzingen“ eine erste empfindliche Niederlage. Schmiedemeister B. Dorsch erstellte 1912 am Sportplatz an der Obernbreiter Straße eine Gerätehalle, die am 23. Juni eingeweiht wurde. Ebenfalls 1912 erfolgte die Aufnahme des SCM in die Deutsche Turnerschaft. 1913 trat der SCM dem Nordbayerischen Verband für Leichtathletik bei. 1914 wurden Robert Barth erneut zum Ersten Vorsitzenden, Hans Gatzenberger zum Schriftführer und Karl Gunz zum Kassier gewählt. Zum Turnwart ernannte man Hans Tischer. Ebenfalls im
selben Jahr holte sich der SCM beim Gauturnfest in Sulzfeld und beim Bezirksturnfest in Kitzingen mit vorzüglichen Leistungen jeweils den 1. Preis. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914-1918) wurden der Sportbetrieb eingestellt und der Pachtvertrag der Sportwiese aufgehoben:

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